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 Komitee zur Förderung medizinischer und humanitärer Hilfe in Afghanistans e.V.      Sa. 10.5.2008
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Chak-e-Wardak Hospital Afghanistan
1. Afghanistan

  • seit jeher eines der ärmsten Länder der Welt, Nr. 170 von 174 Ländern inder UN-Statistik
  • durch Krieg u. Bürgerkrieg immer noch weitgehend zerstört
  • wenig Jobs (extrem hohe Arbeitslosigkeit, bis zu 90%)
  • fast völliger Wirtschaftszusammenbruch, seit Jahren extreme Dürre
  • Jede 4. Frau ist Witwe
  • 16 von 100 Kindern sterben im ersten Lebensjahr
  • mittlere Lebenserwartung nur 44 Jahre
  • 85% Analphabeten
  • öffentliche Verwaltung und Regierung lange Zeit funktionsunfähig, andauernde Kämpfe, schwache staatliche Organisation
  • kein Verkehrswesen, schleppender Wiederaufbau
  • ruiniertes staatliches Gesundheitswesen, kaum medizinisches Personal
  • ein Drittel der Bevölkerung, ca. 7 Millionen Menschen, waren ins Ausland geflohen

 

2. Hospital

  • Aufgebaut seit 1989 (1. Hilfe Station), in Vollbetrieb als Hospital seit 1993/94
  • Seit 1994 wurden 550.000 Patienten betreut, 70% davon sind Frauen und Kinder
  • Einziges Hospital für 500.000 Menschen in der Provinz Wardak (ca. 65km südwestl. von Kabul), regionales Impfzentrum vom Schwedischen Komitee für Afgahnistan u. UNICEF mit bis zu 80.000 Impfungen pro Jahr.
  • 60 Betten, davon 40 für Frauen und Kinder
  • sehr gute technische Ausstattung (Chirurgie, Röntgen, Ultraschall, EKG, Physiotherapie, Zahnarztklinik, HNO-Station)
  • 5 Ärzte plus 2 Chirurgen und 2 Gynäkologinnen, 2 Ärztinnen, 5 Krankenschwestern, 5 Pfleger, 15 Personen medizin. Hilfspersonal, 23 Personen sonst. Personal (Bäcker, Wächter, Köche, Wäscher etc.)
  • 1/4 des medizinischen Personals sind Frauen; medizinisches Ausbildungszentrum für Frauen
  • Schwergewicht auf medizinische Versorgung von Frauen u. Kindern (ist sonst nicht vorhanden!)
  • bis zu 7500 Patienten pro Monat (hervorragende Akzeptanz)
  • Schwerpunkte: Vorsorgende Gesundheitserziehung, Hygiene, Impfungen, Ausbildung
  • engagiertes Personal (nur Afghanen), die das Hospital als ihr eigenes Projekt begreifen
  • hervorragend organisiert und kontrolliert durch die ehemalige OP-Schwester Karla Schefter (einzige Europäerin, seit 1989 jedes Jahr neun Monate vor Ort)
  • bestens funktionierendes "Vorzeige-Projekt" humanitärer/medizinischer Hilfe

 

3. Krankheiten

  • Unfälle, Verletzungen, Verbrennungen
  • TB, Typhus, Malaria, Atemwegserkrankungen
  • Unterernährung, Anämie, Rheumatismus
  • Durchfallerkrankungen, Infektionen (Kinder!)
  • Risikoschwangerschaften
  • Minenverletzungen

 

4. Finanzen

  • kleines, überschaubares, sehr effektives Projekt
  • äußerst penible Rechnungslegung
  • beste Kontrolle durch nahezu ständige Anwesenheit von Karla Schefter
  • sehr geringe Verwaltungskosten durch ausschließlich ehrenamtliche Arbeit des Unterstützungskomitees
  • finanziert durch private Spenden (ca. 90%), Auswärt. Amt, Botschaft Kabul, Päpstl. Kindermissionswerk, diverse Firmen und Service Clubs wie Soroptimist International, Zonta-Clubs, Lions und Rotarier
  • sehr geringes Budget (nur € 570.000 bei 64-köpfigem Personal), inkl. der Komitee-Kosten in Deutschland

 

5. Das Komitee (CPHA)

  • 1993 gegründet auf Initiative von Schwester Karla Schefter
  • 25 Mitglieder, ausschließlich ehrenamtliche Arbeit
  • als mildtätig anerkannt (berechtigt zur Ausstellung von Spendenquittungen)
  • humanitäre/medizinische Hilfe ohne Ansehen der Person, Rasse, Religion, Partei, ethnische Zugehörigkeit

 

6. Probleme

  • äußerst schwieriges Umfeld (Wirtschaftschaos, Kriegssituation,)
  • kaum Kommunikationsmittel, Transportprobleme, Zerstörung des Landes
  • kaum noch ausgebildetes Personal verfügbar
  • öffentliche Fördergelder weiterhin knapp (Haushaltsprobleme)
  • Beschaffung privater Spenden nach kurzem Aufschwung wieder schwieriger
  • keinerlei staatliche Förderung von afghanischer Seite
  • Bevölkerung hat kein Geld, sehr geringe Eigenbeiträge zu den Behandlungskosten
  • 95% auswärtige Hilfe ist weiterhin nötig

 

7. Ziele

  • Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung einer äußerst bedürftigen Bevölkerung, besonders Frauen u. Kinder,
  • Ausbildung von medizinischem Personal, insbesondere von Frauen
  • Beitrag zur Repatriierung von Flüchtlingen
  • Verbesserung der Zusammenarbeit mit anderen staatlichen u. nichtstaatlichen Organisationen sowie UN, WHO, UNICEF, WFP und ICRC
  • Sicherung der finanziellen Basis des Hospitals durch Erhöhung und Verstetigung des Spendenaufkommens (Patenschaften)
  • Weitere Verbesserung der Ausstattung, der Arbeitsbedingungen und der Erreichbarkeit (Kommunikation)
  • langfristige Übergabe des Projektes in afghanische Hände
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